Ambulanz

Genauso wie das Adipositas-Reha-Zentrum ist auch unsere Ambulanz spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Adipositas, sowie der häufigen Begleitsüchte Mediensucht, Nikotinsucht und Alkoholsucht, sowie auch Schulvermeidung. Hierbei arbeiten wir bei entsprechender Indikation und Bereitschaft des Patienten auch mit Hypnotherapie in durchschnittlich 2-3 Sitzungen.

Enge Kooperation besteht mit dem Hotel Interconti Berchtesgaden und dem Biohotel Kurz.

Unser Ärzteteam, Dr. Wolfgang Siegfried und Dr. Alena Siegfried hat sich seit 1996 auf die Diagnostik
und Therapie der Adipositas bei Jugendlichen und Erwachsenen mit Begleiterkrankungen spezialisiert.

Weitere Informationen unter Tel. +49 (0)86 52 / 59-5 22.

Diagnostische Ausstattung

Auch wenn die Diagnose von Übergewicht (Adipositas) auf den ersten Blick einfach erscheint, so ist doch in den meisten Fällen eine differenzierte Diagnostik erforderlich, wenn eine individuelle Therapie der Adipositas und der Folgekrankheiten erfolgen soll. Folgende technischen Untersuchungen können durchgeführt werden:

  • Messung von Körperzusammensetzung und Grundumsatz
  • EKG und Belastungs-EKG
  • Alle Blutuntersuchungen mit Diabetes-Risiko-Test
  • Lungenfunktion
  • Spiroergometrie (Fitness von Herz und Lunge)
  • Schlaf-Apnoe-Screening (Nachweis nächtlicher Atemstillstände)
  • Blutdruck mit Langzeitmessung
  • Ultraschall, auch hochauflösend zur Untersuchung der Halsschlagader (Intima media)
  • Herzecho
  • Fotodokumentation

Therapeutische Möglichkeiten

Auch in der Ambulanz steht bei Bedarf das gesamte Know how unseres therapeutischen Teams zur Verfügung: Ärzte, Psychologen, Ernährungsfachkräfte, Sporttherapeuten und Pädagogen sind für Sie da, um ambulant eine nachhaltige Gewichtsreduktion zu ermöglichen:

  • Lösungsorientierte Psychotherapie
  • ärztliche Hypnotherapie (Dr. med. Wolfgang Siegfried)
  • Ernährungsberatung mit Lehrküche
  • Sporttherapeutische Beratung
  • Pädagogische Beratung
  • Teilnahme am Sportprogramm der Insula
  • Teilnahme am web-bikers Internet-Trainings-Programm der Insula
  • Personal Trainer aus dem Sportler-Team der Insula
  • Medizinische Therapie der Adipositas und der Folgekrankheiten

 

Diagnostik und Therapie der Mediensucht (ambulant und stationär)

Dipl. Psych. Alexandra Gasperl

Im Adipositas-Rehazentrum werden auch Begleitsüchte des Übergewichts bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wie die Mediensucht ambulant und stationär durch ein professionelles Team aus Psychologen, Ärzten und Pädagogen ambulant und stationär behandelt.

Frage: Ist ein exzessiver Medienkonsum: "Sucht oder neue Lebenswirklichkeit?"
Antwort: Bei diesem kann es sich sowohl um Sucht, als auch um eine neue Lebenswirklichkeit handeln. Dabei sind die Grenzen oft fließend...

Die leichte Verfügbarkeit und somit potenzielle Verführbarkeit von elektronischen Medien für Kinder, Jugendliche und Erwachsene steigt in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig ist ein rapider Anstieg von Adipositas beobachtbar. Es ist wissenschaftlich mehrfach belegt, dass ein aktives Freizeitverhalten einer Adipositas-Entwicklung entgegenwirkt und der sogenannte passive Lebensstil eine Adipositas-Entwicklung begünstigt. Exzessiver Medien- und Fernsehkonsum, scheint ein pathogener Einflussfaktor von großer Bedeutung zu sein. Digitale Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ist dieses Phänomen "normal", oder handelt es sich dabei schon um Entwicklungen die Gefährdung bzw. Sucht bedeuten? Was macht die Faszination des Mediums Internet aus, das so unterschiedliche Betätigungsmöglichkeiten wie z. B. Online Rollenspiele, Chats oder soziale Netzwerkplattformen bietet? Was erscheint attraktiver, die virtuelle Welt oder die reale Welt, oder findet beides seinen Platz in Ihrem Alltag? Computerspielen wird dann gefährlich, wenn Kinder, Jugendliche oder Erwachsene versuchen, über das Spiel ihre Frustrationen, Unsicherheiten und Ängste zu bewältigen, anstatt alternative Verarbeitungsstrategien zu entwickeln. Gerade Onlinespieler von z.B. Rollenspielen wie World of Warcraft (WOW) halten sich oft sehr lange im Netz auf. Aufgrund der Struktur solcher Spiele lohnen sich kurze Spielzeiten oftmals nicht und dies macht die Einschätzung, ob jemand gefährdet oder gar internetsüchtig ist, sehr schwierig.

Wichtig: eine häufige und lange Internet- oder Spiele-Nutzung darf nicht automatisch mit einem (krankhaft) süchtigen Verhalten gleichgesetzt werden.

Wollen Sie vertiefende Informationen zum Thema Medien- und Computerspielsucht Jugendlicher und junger Erwachsener sowie zu unserem therapeutischen Ansatz? Hier entlang...

 

Nichtrauchertraining im Rahmen der Adipositastherapie im Rehazentrum Insula (ambulant und stationär)

Dipl. Psych. Christina Guggenberger und Dr. med. Wolfgang Siegfried

Im Sinne einer Orientierung an Lösungsmöglichkeiten für eine bestehende Suchtproblematik und Symptomatik konzentrieren wir uns auf gesundheitsfördernde Argumente. Individuelle Raucherentwöhnung basiert auf einer spezifischen Berücksichtigung der subjektiven Beweg­gründe für das zur Sucht gewordene Verhalten. Das Suchtverhalten wird dabei als eine aktuell wirksame Strategie erachtet, um bestehende Bedürfnisse und Sehnsüchte zu stillen. Gleichzeitig werden automatisierte und routinierte Verhaltens- und Einstellungsmuster ergründet, hinterfragt und korrigiert. Weiters spielt eine adäquate und sinnvolle Wissensver­mittlung eine bedeutende Rolle, da das bestehende Wissen häufig verzerrt, falsch oder lückenhaft ist. Das Suchtverhalten muss im Zusammenhang mit der bestehenden Adipositas betrachtet werden. Zudem müssen die Beweggründe einer Raucherentwöhnung der Ziel­gruppe der adipösen Jugendlichen und jungen Erwachsenen entsprechen.
Eine Förderung salutogener und damit die Gesundheit günstig beeinflussender Potentiale kann zu einer positiven Sichtweise der beabsichtigten Neuorientierung führen. Eine sinnvolle Herangehensweise bei der Raucherentwöhnung besteht bei adipösen Jugendlichen in einer Betonung der Vorteile ihrer rauchfreien Zukunft. Gemeinsam mit den Betroffenen werden im Einzel- und Gruppenkontakt die für die jugendlichen Patienten bedeutsamen Vorteile einer individuellen, aber gemeinschaftlich unterstützten Entwöhnung bestärkt. So entsteht anstelle einer wenig motivierenden Problemfixierung eine die Motivation fördernde Perspektive.

Wollen Sie vertiefende Informationen zum Thema Nikotinabhängigkeit Jugendlicher und junger Erwachsener sowie zu unserem therapeutischen Ansatz? Hier entlang...

 

Begleitende Gesundheitsstörungen von Adipositas im Jugendalter: Risikoreicher Alkoholkonsum
Diagnostik und Therapie der Alkoholsucht (ambulant und stationär)

Dipl. Psych. Thomas Graf, Rehazentrum Insula

Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener hat in den vergangenen Jahren sehr zugenommen. Das gilt sowohl für das Rausch- als auch für regelmäßiges Trinken. Je früher mit dem Trinken begonnen wird, umso höher wird das Risiko, dass später eine Alkoholabhängigkeit entsteht. Auch wir in der Adipositas-Langzeittherapie sind dieser gesellschaftlichen Entwicklung eines steigenden Alkoholkonsums Jugendlicher ausgesetzt, umso mehr, als ein Zusammenhang zu bestehen scheint zwischen einem erhöhten Körpergewicht und dem übermäßigen Konsum von Alkohol. Auch der Drang, übermäßig zu essen, und die in der Folge aufgrund einer ständig positiven Energiebilanz entstehende Adipositas werden in letzter Zeit mit den Verhaltensweisen und Mechanismen von Sucht in Verbindung gebracht. Dabei kann es sich, wenn adipöse Jugendliche trinken und sich damit brüsten, um ein „soziales Verhalten“ halten, nach dem Motto: „seht her, was ich vertrage“, wodurch vermeintlich der Makel des Übergewichts ausgeglichen werden soll. In anderen Fällen handelt es sich, wenn ein adipöser Jugendlicher trinkt, vielleicht um einen missglückten Selbstheilungsversuch, weil Adipositas oft mit Depression verbunden ist, und Alkohol als „Medizin“ eingesetzt wird. Diese Beispiele sollen unsere Sicht auf das Problem verdeutlichen: Wir möchten betroffene Jugendliche nicht von der Therapie ausschließen, sondern ihre Fähigkeiten in einem stationären, gesundheitspräventiven Umfeld entwickeln und einsetzen. Wir verstehen übermäßigen, regelmäßigen Alkoholkonsum bis hin zur Abhängigkeit als eine begleitende Störung der Adipositas, der wir mit geeigneten Methoden medizinisch, psychologisch und pädagogisch in der stationären Langzeittherapie, aber auch mit sich anschließenden Angeboten begegnen wollen.

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Diagnostik und Therapie der Schulvermeidung (ambulant und stationär)

Klin. Psych., Psychotherapeutin Claudia Vogl und Pädagogische Leiterin Susanne Reithmeier

Schüler, die häufig und regelmäßig in der Schule fehlen, haben schlechtere Chancen im Leben! Sie verpassen Unterricht und erreichen nur mit Mühe das Klassenziel, was sie einem erhöhten Risiko aussetzt, vom Ausbildungs- und Arbeitsleben ausge­schlossen zu werden. Schulvermeider erreichen häufig keinen oder nur einen niedrigen Schulabschluss; sie sind daher lebenslang sozial und ökonomisch benach­teiligt. In unserem klinischen Alltag mit übergewichtigen Jugendlichen werden auch wir zunehmend mit dem gesellschaftlichen Phänomen der Schulvermeidung konfrontiert. Meist ist Schulvermeidung Ausdruck einer Notlage. Schulen, Eltern und betroffene Jugendliche dürfen damit nicht allein gelassen werden. Das Phänomen Schulvermeidung tritt immer deutlicher ins öffentliche Blickfeld und verlangt Antworten.

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